Posts Tagged ‘Empfindung’

Weiße Tasten.

19. Februar 2010

Ich sitze vor diesem Bildschirm, weiß nicht, wohin ich starren soll. Meine Finger liegen auf weißen Tasten, wirken dabei trübselig und müde. Zu meinen Ohren führt ein Kabel, durch das Musik in mich hinein fließt.

Und ich, ich sitze hier und schreibe. Doch ich schreibe nicht das, was ich schreiben wollte. Mir fehlen die Worte, mir fehlt der Anfang des Fadens. Es muss kein roter, kein blauer Faden sein, es muss einfach der Faden sein. Das schreibt sich leichter, als es ist.

Ich möchte von dem erzählen, was in mir schlummert. Je länger es dort schläft, desto bedrückender ist es. Manchmal glaube ich, dass ich es vergessen, verdrängen kann. Doch genau das kann ich nicht. Ich sollte mir nichts vormachen.

Vielleicht gelingt es mir, diesen Klumpen zu lösen. Denn ich spüre, wie es sich in mir ausbreitet. Als wäre es ein Krebsgeschwür.

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Apfelkuchen.

18. Februar 2010

Das Telefon klingelt. Mit halb zugekniffenen Augen sehe ich den Namen einer guten Freundin auf dem Display, warte ein paar Sekunden und drücke dann den grünen Knopf. Ihre Stimme kommt nur gedämpft bei mir an, ich bin noch tief verwurzelt in meinen Träumen. Sie sagt, dass wir heute doch nichts unternehmen können. Ich gebe ein unverständliches „Hmm, ja gut.“ von mir und lege auf.

In letzter Zeit habe ich auf nichts Lust. Ich möchte nichts tun, möchte aber nicht Nichtstun. Ich liege wie ein Sack Mehl in der Gegend herum. Ungenutzt, ungeöffnet. Dabei möchte ich, dass mein Mehl verwendet wird. Ich möchte ein Apfelkuchen sein, ich möchte, dass man aus meinem Mehl leckere, fein duftende Brötchen backt.

Doch niemand bemerkt das.