Träumer.

24. Juli 2019

Ich saß heute lange am Fenster und habe auf die Straße geschaut, es war schon Nacht. Ich saß im Dunkeln, von der Straße aus gesehen wohl nur ein Schatten hinter Glas. Viele Menschen habe ich gesehen, wie sie lachten, wie sie grimmig aussahen und auch weinten, wie sie allein waren oder zu zweit, in Grüppchen, als Freunde, Familien. Ich sah sie sich umarmen, sich streiten, sah sie sich gegenseitig ärgern, sah sie betrunken, sah sie einsam. Ich sah sie sich lieben, sich halten. All das hat eine große Sehnsucht in mir entfacht. Eine Leere, die ich nicht aufgefüllt bekomme. Und nun kommt der Schlaf nicht zu mir. Er sagt, der Träumer am Fenster braucht keinen Schlaf, er träumt ja schon sehenden Auges.

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