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Ein Traum.

15. Dezember 2012

Geträumt, dass bulgarische Flüchtlinge an meinem Fenster stünden. Sie waren allesamt schmutzig und hatten eher dunkle Haut, doch ihre Augen waren hell, klar und ehrlich. Sie bettelten nach Geld, doch ich hatte nur Schmerzmittel in meinen vier Wänden. Das reichte ich ihnen, daraufhin zogen die Erwachsenen fort und zwei Kinder blieben übrig, sie weinten bitterlich und sahen sehr traurig aus. Sie sahen zu mir auf und kletterten durch das Fenster in mein Zimmer, schutzsuchend vor der Kälte, denn ihre Kleidung war sehr dünn, fast wie Papier. Sie sind in mein Zimmer eingedrungen und beschmutzen nun mein Bett, dachte ich, aber weinende Kinder wollte ich nicht von mir stoßen. Mein Mitbewohner war zu Hause und ich rief ihn zu mir, weil mich die Situation überforderte. Am Ende könnten das organisierte Kriminelle sein, dachte ich. Zusammen trösteten wir die Kinder und sagten ihnen, dass die Welt schlecht und kalt sei. Ich gewann langsam Vertrauen in die Sache und streichelte dem Jungen das Köpfchen, während ich gerührt meinem Mitbewohner dabei zusah, wie er dem kleinen Mädchen die Tränen aus den Augen fischte. Kurz darauf halfen wir den Kindern wieder aus dem Fenster nach draußen, anscheinend fehlte es ihnen nur an Zuwendung. Noch am selben Tag kamen die Vermieter in die Wohnung und sagten, dass wir nun weniger Miete zu zahlen hätten.

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