Stunden später.

27. Oktober 2010

Und noch Stunden später liege ich leblos unter meiner Bettdecke, mit dem feinen Unterschied, dass ich nun Musik höre, um mich nicht einsam zu fühlen. — „If You Wanna Make The World A Better Place / Take A Look At Yourself, And Then Make A Change“ — Und ich sehe wieder mein Gesicht im Spiegel und weiß nicht, wo ich anfangen soll. Ich möchte etwas ändern, und wie ich das möchte! Doch was, was um Himmels Willen soll ich an mir ändern und wo soll ich anfangen, damit die Welt eine bessere wird? Ich drücke mir die Hände in’s Gesicht und spüre meine Verzweiflung. Als meine Reflextränen verdunstet sind, öffne ich meine Augen und nehme wahr, dass ich im Schein des Mondes liege. Blass und kaum sichtbar schimmert meine Haut. Soll ich nach draußen gehen? Was soll ich dort machen? Viel wichtiger: wohin soll ich gehen oder zu wem? Ich habe niemanden, der mich in den Arm nehmen könnte, auf dessen Schoß ich liegen und mich ausheulen könnte, nachts um 01:32 Uhr.

Ich umarme meinen Teddybären und drehe mich um.

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