Das Geheimnis stahlharter Männer.

24. August 2010

Ich kenne es, das Geheimnis stahlharter Männer.

12:00 Uhr — Mittagspause. Ich befand mich allein im Waschraum meiner Ferienjobarbeitsstätte und versuchte tiefschürfend meinen metallstaubschwarzen Händen ihre ursprüngliche Form und Farbe zu geben, als um die Ecke eine Horde Männer das Licht des Waschraumes erblickte und sich augenscheinlich ebenfalls der Körperpflege hingeben wollte.

In meiner Arbeitsstätte findet man jede Art von Mann. Man muss nur die Augen öffnen, oder wie ich, das Spiegelbild des Spiegels analysieren.

Manche Männer sind groß, andere so gut wie klein. Einige Typen sind muskelbepackt, andere eher schmächtig. Diverse Kerle sind behaart wie ein Bär, andere haarlos wie eine Frauenbrust. Und nicht wenige Burschen sind so rau wie eine Bürste oder sogar rauer als ein Schleifstein, während andere weich wie Babyspeck zu Tage treten.

Im Waschraum teilt sich die Mannschaft in zwei Gruppen auf. Gruppe Eins geht durch den Waschraum weiter zu den Toiletten und Pissoirs, Gruppe Zwei bleibt im Waschraum und wäscht sich.

Als ich meine Pranken halbwegs fleischfarben ausgewaschen hatte, wollte ich kurz das stille Örtchen aufsuchen, bevor meine Pause endgültig nach dem zweiten Händewaschen beginnen sollte. Also ging ich durch den großen Waschraum, trocknete meine Hände an dem erstbesten Handtuchziehautomaten ab und betrat die männliche Bedürfnisanstalt meiner Arbeitsstätte. Alle WC-Kabinen waren besetzt, darum positionierte ich mich vor einem Pinkelbecken, um dem Wasser freien Lauf lassen zu können. Man muss wissen, dass ich mich selten an Pissoirs stelle, weil mir das unangenehm ist und unhandlich vorkommt. Heute blieb mir aber nichts anderes übrig, also stand ich dort.

Ich knöpfte zügig meine Jeans auf und packe meinen Pullermann aus, damit dieser seine Aufgabe erfüllen konnte. Während ich still vor mich hin urinierte, wagte ich es, aus den seitlichsten Winkeln meiner Augen nach links und nach rechts zu lugen. Man muss wissen, dass die Pissoirs nah beieinander stehen und keine Art von Sichtschutz bieten. Man ist ja unter Männern, da darf auch einmal heimlich Lümmelschau betrieben werden.

Bei dem Rundblick auf die wahrhaftigen Kindermacher bekam ich große Augen, denn fast alle Pissoirpinkler hatten noch metallstaubschwarze und schmierölfettige Hände und Finger, mit denen sie ihre Zauberstäbe hielten!

Der massiv bestückte (und muskulöse!) Typ links von mir hatte seine Blase entleert und packte zwar schnell, aber nicht schnell genug sein tropfendes Schwert ein, sodass ich gerade noch so sehen konnte, dass der Penis des Typen an den Stellen, an denen er ihn gehalten hatte, nun sichtlich grau bis schwarz gefärbt war.

Ich pinkelte fertig und verließ das Örtchen der Offenbarung, nachdem ich meine Hände gewaschen hatte. Ich ging durch die Tür und dachte mir:

Das Geheimnis stahlharter Männer sind metallstaubschwarze und schmierölfettige Hände und Finger, mit denen man seinen Penis anpacken muss.

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8 Antworten to “Das Geheimnis stahlharter Männer.”

  1. Dave Says:

    Diese Story hat mich echt zum Schmunzeln gebracht :D !
    Besonders das hier:
    „Ich knöpfte zügig meine Jeans auf und packe meinen Pullermann aus, damit dieser seine Aufgabe erfüllen konnte.“

  2. rin Says:

    Schöner Einblick :-D.

    Mehr Männergeschichten!

    • Heartcore Says:

      Gerne! Wenn mir etwas Berichtenswertes passiert, so wie heute zum Beispiel, werde ich davon erzählen! #Männergeschichten

  3. h. Says:

    Bei mir war es ein breites Grinsen, was deine kleine Geschichte hervorgerufen hat. Dachte immer, nur ganz wenige sagen ‚Pullermann‘. :D

  4. h. Says:

    Sehe ich genauso. Klingt auch viel freundlicher und nicht so sachlich- wissenschaftlich wie ‚Penis‘.


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