Twitter Conversations [1].

16. März 2010

@thistell: Alles Fiktion? Wenn du was brauchst melde dich. Explodieren? Kann ich dir ein Lied singen. Kein schönes.

@Heartcore: Sing es mir vor, @thistell, vielleicht verliere ich mich darin und finde mich wieder.

@thistell: Man hält sich für unzerstörbar; meint durch die Explosion den eigenen Wirkungsradius vergrößern zu können. Es ist nutzlos.

@Heartcore: Was soll ich tun? Das rote oder das blaue Kabel durchtrennen?

@thistell: Abwarten und Tee trinken. Es wird dir von selbst einfallen.

@Lowrids: Ich glaube, es ist einfach: Du brauchst eine Freundin, in die du verliebt bist und mit der du mehr Zeit verbringst als mit Twitter.

@Heartcore: Ich wünsche mir das seit geraumer Zeit, doch noch ist sie mir nicht begegnet. Sie irrt da draußen umher, ohne mich zu kennen und würde sie mich kennen, würde sie einen großen Bogen um mich herum machen. Wer will schon jemanden, der so ist, wie ich?

@Lowrids: Was redest du da für Unsinn. Sorry, aber das musste gesagt werden. Die Frage wird vielleicht eher sein, ob die Art Mädchen, die dich wegen deiner Art und deiner Werte besonders anziehend findet, auch umgekehrt dir gefällt. Da hab ich keine Ahnung. Frag doch mal Frau @Fragmente danach, die kennt dich persönlich und kann als Frau beurteilen, was für ein Typ du bist und auf welchen Typ Mädchen du Eindruck machen kannst. Ganz plump gesagt: Es gibt ca. 4 Milliarden Frauen auf der Erde, davon sind viele jung genug und ganz in deiner Nähe. Also nur Mut!

@Heartcore: Ich weiß nicht, was ich rede. Es verlässt mich, sprudelt aus mir heraus. Ich weiß, es gibt diese Person da draußen. Ich bin zuversichtlich sie eines Tages zu finden. Doch wann wird dieser Tag kommen? Es bleibt im Ungewissen.

@Lana74: aber Schatz Du hast uns und Twitter, das ist mehr als manch andere in Deinem Alter haben! <3

@Heartcore: Das stimmt. Ihr seid in solchen Momenten für mich da, doch ich sehne mich nach einer Schulter, nach einer Brust, an die ich mich lehnen kann. Ich sehne mich nach einem Menschen, der mich auffängt, und zwar physisch.

@Lana74: und auch das verbindet viele von uns!!!

@Heartcore: Werde mich jetzt Pessoas Buch widmen, genauer gesagt werde ich Fragment 41 auf den Seiten 49/50 lesen. (@silenttiffy)

@silenttiffy: Fragment 49 tötet mich. Das ist 1:1 aus meinem Kopf.

@Heartcore: Tiffy! Fragment 41 hat mich soeben ermordet. Ich werde mich jetzt zu 49 durchlesen. Mein Tod ist nah, ich spüre es.

@silenttiffy: Auf keinen Fall sterben, kleiner Abdu! Die Welt braucht dich! :)

Das mit den Regentropfen wie Diamanten, wie Krümel, ist das nicht eine wunderschöne Stelle? #41

@Heartcore: Ich wünsche mir, davon zu träumen. Denn diese Zeilen strahlen eine Schönheit aus, von der ich nur träumen kann. Weißt du, mein Herz schlägt schneller und rast, wenn ich diese Stelle lese. Mir bleibt der Atem weg und ich kann nicht denken, weil mir der Sauerstoff fehlt. Ich wünschte, ich würde in Ohnmacht fallen, um davon träumen zu können.

Diese Diamanten, ich sehe sie mich blenden. Vielleicht erkenne ich in deren Licht mein „wahres Ich“, so wie sich Pessoa selbst erkannte. Ich wünschte, ich könnte es. Ich werde dir auf Ewig dankbar sein.

@silenttiffy: Er sieht mit seinen Facettenaugen Schönheit in jedem Millimeter der Erscheinungen. Seine Seele färbt die Welt schillernd ein. <3

Ich liebe es, dass es immer die traurigen Seelen sind, die zu diesem Zauber der Wahrnehmung befähigt sind. Das ist des Leidens Lohn.

@Heartcore: Traurigkeit ist das Gefühl, dass mich „am meisten“ erfüllt, das ich „am besten“ spüren kann. Einerseits breitet sie sich wie ein Tumor in mir aus, zerfrisst mich manchmal, andererseits ist es das, was ich an mir liebe. Die Gabe der Traurigkeit ist etwas ganz besonderes; ich möchte sie nicht verlieren und doch möchte ich von ihr nicht zermalmt werden. Lieber leide ich, anstatt an Oberflächlichkeiten festzuhalten. Ich glaube, das ist meine Bestimmung.

@silenttiffy: Guter Gedanke, den jeder gute Psychotherapeut dir bestätigen und nahelegen wird: Die Melancholie behalten, aber nicht an ihr leiden. Das eigentliche Leid rührt daher, dass man die Traurigkeit als etwas „falsches“ betrachtet, das abgeschafft werden muss, wenn man „glücklich“ werden will. Aber das ist Quatsch. Wenn man die Traurigkeit bejaht tut sie paradoxerweise gar nicht mehr weh.

@Heartcore: Ich zögerte, die Traurigkeit zu umarmen, doch dank dir weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg war. Ich strecke meine Arme aus und hoffe, dass sich mein Zustand bessert. Die Paralle dazu ist erschreckend: „Und darum sollten wir uns umarmen bis der Notarzt kommt oder wenigstens die Schwarte kracht.“

@silenttiffy: hahahaha! :) Schlaf gut. Ich knicke weg wie ein Schilfrohr. Wannanders mehr.

@Heartcore: Ich wünsche dir einen Traum, der dich glücklich macht, egal ob der Inhalt traurig, lustig, trashig oder nuttig ist. Schlaf gut!

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