Dieser eine Tag.

10. März 2010

Morgen werde ich 17 Jahre alt. Dieser Tag ist zwar mein Geburtstag, doch ich habe nicht vor, etwas besonderes zu veranstalten. Eigentlich wollte diesen Tag ganz normal durchleben. Schlicht, so wie jeden anderen.

Vorhin rief Marie an. Sie war überrascht darüber, mich an der Strippe zu haben. Normalerweise bin ich mittwochs erst gegen 19 Uhr zu Hause. Schon an ihrer Stimme merkte ich, dass sie eigentlich nicht mit mir, sondern mit meiner Mutter oder meinem Vater sprechen wollte.

Sie fragte mich, was ich denn morgen so vor hätte. Gute Frage.

Ich habe mir den morgigen Tag so vorgestellt:
Morgens Schule mit ein bisschen Alles-Gute und Geburtstagsstimmung inklusive Händedrücken, Rückenklopfern und Blabla. Mittags dann wie immer. Abends vielleicht Kuchenessen mit Eltern. In Sachen Geschenken habe ich keine Erwartungen. Geschenke am Geburtstag sind nicht so meine Sache. Ich würde mich viel mehr über spontane Aufmerksamkeiten außerhalb meines Geburtstages freuen.

Immer mal wieder wird mein Mobiltelefon klingeldingsen. Ich werde ein paar Kurzmitteilungen erhalten und mein Twitter-Client wird mit Geburtstags-Replies verstopft sein. Wenn ich ehrlich bin, wird es mich freuen. Doch auch hier gilt: Man kann mich auch ruhig außerhalb meines Geburtstages kontaktieren. Ich werde Kurzmitteilungen von Menschen erhalten, die sich sonst kaum bei mir melden. Schön, dass diese wenigstens an meinem Geburtstag an mich denken.

Das hört sich jetzt so vorwurfsvoll an. Doch es ist, wie es ist. Ich erwarte nicht, dass man sich andauernd bei mir meldet. Ich erwarte auch nicht, dass man ständig etwas mit mir unternimmt. Ich fände es nur schön, auch abseits von Feier- und Geburtstagen von anderen zu hören. Ich habe es satt, immer der zu sein, der sich meldet.

Abends, so gegen 22 Uhr, hätte ich mich in mein Bett gelegt und ein bis zwei Stunden auf Twitter verbracht. Ein schlichter Tag mit gewohntem Ende.

Doch nun kommt es anders. Marie wird abends hier sein und wir werden wahrscheinlich ein bisschen rumdaddeln, Germanys Next Topmodel anschauen und uns dabei den Bauch mit Kuchen vollschlagen.

Insgeheim freue ich mich, dass sie an mich gedacht hat. Aber irgendwie wäre es mir lieber gewesen, wenn ich diesen Tag hätte einsam verbringen können. Nunja, mal sehen, wie es sich entwickelt.

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