Existenzerhaltungstheater.

9. März 2010

Durstig wache ich auf, weit und breit keine Wasserflasche in Sicht. Zu müde, um die Treppen herunterzulaufen; zu durstig, um einfach wieder einzuschlummern. Ich rede mit mir selbst, unhörbar. Im Nachhinein kann ich mich nicht mehr an den Inhalt meines Selbstgesprächs erinnern, doch ich weiß, dass ich ein Selbstgespräch geführt habe. Es war eher so „Frage-und-Antwort“-mäßig. Nach ein paar Minuten bin ich wieder eingeschlafen.

Traumbeschreibung:
Ich befinde mich in einer Stadt, sie kommt mir bekannt vor, doch ich kenne ihren Namen nicht. Mit einer Person, ich glaube, jemand aus der näheren Verwandtschaft, laufe ich eine Straße entlang. Es ist dunkel, die Straßenlaternen leuchten gelblich-orangeartig. Die Straße ist eher ein Gasse, oder sogar ein Pfad. Ich erinnere mich an Erde und wie diese unter meinen Schuhen knirschte.

Zusammen mit dieser Person betrete ich ein Haus. Meine Erinnerung sagt mir, dass das Haus aus Lehm oder so etwas ähnlichem gebaut war und die Form einer Halbkugel hatte. In diesem Haus befand sich ein dicker Herr. Es war unglaublich heiß, ich glaube mich an einen Bachofen zu erinnern. Brot?

Filmriss.

Ich erinnere mich an vier Jugendliche, die einen Jungen verfolgen. Ich schätze, dass diese Jugendlichen um die 20 Jahre alt waren, genau wie dieser Junge. Ich und dieser Junge rannten so schnell wir konnten und versteckten uns in einer Seitengasse. Ich glaube, dass wir eine Treppe hochgerannt sind. Ich befinde mich in einem Badezimmer und kann von der Tür aus den Jungen die Treppen hoch rennen sehen. Ich rufe ihn herbei, und als er das Badezimmer betritt, schließe ich die Türe und drehe den Schlüssel um.

Was dann genau passiert, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich zusammen mit diesem Jungen onaniert habe. Ich sehe das Sperma auf dem Boden, dann sehe ich das Gesicht und die Augen des Jungen. Sein Blick ist traurig.

Und in diesem Moment wache ich auf. Meine Boxershort ist gefüllt und entsprechend verklebt. Die letzten Tropfen verlassen meinen Körper.

Es ist 4.50 Uhr. Ich liege da und frage mich, welche Bedeutung dieser Traum hat. Je mehr ich versuche, mich an die Details zu erinnern, desto trüber werden meine Erinnerungen. Ein eigenartiger Traum.

Feuchte Träume im Zusammenhang mit Jungs habe ich selten, fast nie. Ich verstehe nicht, was mir das alles sagen soll.

Den Inhalt des Traumes kenne ich nicht. Doch ich weiß, dass er spannend war. Ich erinnere mich an Gefühle und matte Gesichter / Gesichtsausdrücke. Es ist, als hätte ich ein Buch gelesen, dessen Geschichte ich vergessen habe, von der ich aber weiß, das sie aufregend war.

Die letzten Wochen waren langatmig und monoton. Vielleicht versucht mein Geist, mich „am Leben“ zu beteiligen, in dem er mir packende Abenteuer vorspielt. Eine Art Existenzerhaltungstheater.

Mein Leben ist langweilig und meine Phantasie ist bunt. Manchmal treffen sich diese beiden Welten und veranstalten eine farbenprächtige Orgie. An solchen Tagen stehe ich unter Strom.

Ich brauche keine Drogen, ich habe meine Phantasie.

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