Leere.

19. Februar 2010

Auf einer Straße stehe ich, mitten auf einer verlassenen, menschenleeren Straße. Ich laufe, blicke nicht zurück. An dem Punkt, an dem die Dunkelheit meinen Weg kreuzt, glaube ich eine Person zu erkennen. Ist das ein Traum?

Der Himmel schwarz wie Kohle, die Wolken grau wie Asche. Blitze unterbrechen die herrschende Finsternis. Straßenlaternen zittern, als seien sie Unterworfene des Gewitters. Ihr flimmerndes Licht verwischt im Regen, während der Asphalt zart zu schimmern beginnt.

Diese Nacht ist einsam. Diese Nacht ist dunkel.

Es gibt nur zwei Personen, die sich hier befinden: Mich und diese immer größer werdende Leere.

Tropfen für Tropfen sammelt sich eine Angst in mir. In meiner Hand halte ich Scherben. Die Scherben der Vergangenheit. Sie schneiden sich tief in mein Fleisch, sind das einzige, an das ich mich halten kann.

Doch der Schmerz kommt nicht an, ich spüre nichts. Die Leere hat mich eingenommen.

Leere ist die Mutter der Verzweifelten. Leere ist dieses Gefühl in mir. Leere ist das Geräusch, das die Stille unterbricht. Leere ist die Sprache, die mich um den Verstand quält.

Ich bin ein Kind dieser unerträglichen Leere. Der Morgen darf diese düsteren Gassen nicht erreichen. Meine Reise darf hier nicht enden.

Meine Reise darf hier nicht enden.

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