Apfelkuchen.

18. Februar 2010

Das Telefon klingelt. Mit halb zugekniffenen Augen sehe ich den Namen einer guten Freundin auf dem Display, warte ein paar Sekunden und drücke dann den grünen Knopf. Ihre Stimme kommt nur gedämpft bei mir an, ich bin noch tief verwurzelt in meinen Träumen. Sie sagt, dass wir heute doch nichts unternehmen können. Ich gebe ein unverständliches „Hmm, ja gut.“ von mir und lege auf.

In letzter Zeit habe ich auf nichts Lust. Ich möchte nichts tun, möchte aber nicht Nichtstun. Ich liege wie ein Sack Mehl in der Gegend herum. Ungenutzt, ungeöffnet. Dabei möchte ich, dass mein Mehl verwendet wird. Ich möchte ein Apfelkuchen sein, ich möchte, dass man aus meinem Mehl leckere, fein duftende Brötchen backt.

Doch niemand bemerkt das.

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