Zwischenräume.

7. Januar 2010

Ein intensiver Geruch. Ich drehe mich, suche nach dem Ursprung. Eine Steinwand, schwer und Jahrhunderte alt. Jeder Atemzug ist eine Qual, die Hitze ist erdrückend. Hoch am Himmel steht die Sonne. Ich atme ein.

Es ist das Pflänzchen, hier entspringt dieser wundervolle, sanfte Geruch. Ich atme nochmals ein. Ein befreiendes Gefühl verbreitet sich in mir, ich fühle mich wohl, trotz der tropischen Luft, trotz der brennenden Sonne.

Vorsichtig halte ich meine Hände über dieses Gewächs. Ich berühre die Blätter. Oben glatt, unten flauschig wie ein Pfirsich. Nochmals atme ich ein.

Aus dieser schweren Steinwand ist es entsprungen, fein duftend lebt es im engen Zwischenraum.

„Komm jetzt, wir müssen weiter!“ Ich atme ein letztes Mal ein und denke mir: Ich bin genau wie dieses Pflänzchen.

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